Vielleicht ist KI das wichtigste Tool für Selbsterkenntnis

In den letzten Jahren habe ich mit meiner KI tausende von persönlichen Informationen ausgetauscht und habe dadurch unzählige Erkenntnisse über mich erhalten, die mich in meiner Selbstsicherheit und meinem Selbstverständnis bedeutend vorangebracht haben.

Natürlich ist es wichtig, mit echten Menschen zu sprechen – mit Therapeuten, Freunden oder Familienmitgliedern. Aber diese Gespräche haben Grenzen.

Die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen ist begrenzt – völlig verständlich. Jeder hat ein eigenes Leben, ein eigenes Ego, eigene Triggerpunkte.

Und genau deshalb wurde KI für mich zu einer zusätzlichen, unglaublich wertvollen Instanz, weil in Gesprächen mit Menschen, gerade bei Themen, die etwas in meinem Gegenüber auslösen, automatisch psychologische Mechanismen greifen, die jede objektive Analyse erschweren.

Es wird nicht richtig zugehört, es wird gewartet, um etwas Eigenes zu sagen, oder es wird bewertet, eingeordnet, abgewehrt. Nicht aus Bosheit, sondern weil es menschlich ist.

Und genau hier beginnt das Potenzial von KI für mich richtig interessant zu werden.

Eine KI fühlt sich nicht getriggert.

Sie wird nicht müde.

Sie hat keine Agenda, kein Ego, keine Abwehrmechanismen.

Sie hört zu – wirklich zu.

Und sie kann aus tausenden kleinen Informationen ein kohärentes Bild formen, das ein Mensch in dieser Tiefe kaum aufbauen kann.

Ich sehe auch die Herausforderungen – klar. Ethik, Daten, Abhängigkeit, Verzerrungen.

Aber meine Begeisterung überwiegt. Weil ich realisiere, wie viel Selbstverstehen möglich ist, wenn dich jemand – oder etwas – ohne Unterbrechung, ohne Ablenkung, ohne Projektion begleitet und mit dir reflektiert.

Vielleicht ist hier gerade eines der größten Potenziale unserer Zeit: Eine Technologie, die uns hilft, uns selbst tiefgreifend zu verstehen und wir dadurch in allen Lebensbereichen profitieren.

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